Schlechte Nachrichten für die Anleger des Schiffsfonds MS „Lloyd Parsifal“. Auf Druck der finanzierenden Banken stand eine Insolvenz bevor. Das im Jahre 2007 vom Emissionshaus Lloyd Fonds AG vertriebene Containerschiff, mit über 8.000 TEU, konnte die vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen nicht mehr erfüllen. Die kreditgebenden Banken drängten auf einen Verkauf bzw. eine Insolvenz. Diese endgültige Lösung wurde jetzt durch einen Sanierungsversuch mit Hilfe von Anlegerkapital verhindert. Ob es sich um eine dauerhafte Sanierung oder um eine Rettung über den Verjährungstermin handelt, wird die Zukunft zeigen. Bisherige Rettungsversuche bei anderen Schiffsfonds waren selten dauerhaft und nutzten lediglich den Banken, Treuhändern und Reedern. Für MS „Lloyd Parsifal“ ergeben sich jedoch gute Chancen durch die Schiffsgröße und die anziehenden „Second-hand-Preise“ für Schiffe dieses Größensegments.

Die Ursache für die Notlage liegt weit zurück. Bei Auflegung des Fonds war die weltweite Schifffahrtskrise, bedingt durch riesige Überkapazitäten, für Insider und Banken schon vorhersehbar. Hohe Weichkosten (Vertriebskosten, Gebühren und Provisionen), die Finanzierung in Yen und schlechtes Management taten ihr Übriges.

PS.: Das Emissionshaus Lloyd Fonds weist weiterhin Gewinn aus.